Bericht der Legion Saxonia

Reservistenkameradschaft Heinrich von Plauen

Herbststurm 09

06.11. - 08.11. 2009

(sb)(nh) Die lange Zeit der Vorbereitung und des Wartens war endlich vorbei.

Die in den letzten Jahren  zur Ausplanung und Durchführung an die RK Frankenberg abgegebene FmF Veranstaltung „Herbststurm“ sollte ab diesem Jahr wieder in die Hände des Urhebers, der RK Heinrich von Plauen, gegeben werden.

So legten wir uns mächtig ins Zeug um an die vorangegangen Veranstaltungen anzuknüpfen und diese vielleicht noch zu toppen. In einer Planungszeit von ca. ½ Jahr war es gelungen eine FmF Ausbildung nebst Feldlager für ca. 30 Reservisten zu organisieren.

Am Freitag Abend trafen sich die Kameraden der RK Frankenberg und RK Heinrich von Plauen am Neundorfer Wasserturm

Gegen 18.30 traf auch unser Transport Kfz ein.

Kamerad Frühauf ... Ausrüster und Veranstalter der militärhistorischen Fahrzeugtreffen in Neustadt /V.  stellte uns einen seiner URAL nebst Fahrer zur Verfügung.

siehe auch Veranstaltungen Manöver Frühauf

19.30 hieß es antreten zur Befehlsausgabe auf dem Parkplatz am Wasserturm.

19.45 Aufsitzen und Abmarsch

Trupps von jeweils 3 Kameraden plus Scout/ Beobachter wurden an ihnen unbekannten Punkten abgesetzt und mussten  einen Orientierungsmarsch bei Nacht absolvieren.

Starting Point und Release Point mussten einerseits durch Koordinaten oder durch Bezugspunktverfahren ermittelt werden.

Hierbei sollte möglicht unbeobachtet von der Bevölkerung an Straßen und Wege angelehnt bis 24.00 das Versteck erreicht werden.

Nach ca. 5h Marsch durch unbekanntes Gelände und einigen besonderen Aufgaben auf dem Marsch erreichten die Letzten gegen 00.30 das Nachtlager.

00.45 hieß es Zapfenstreich für Teilnehmer und Veranstalter...

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Samstag 07.11. 2009

06.00 Wecken und Marschbereitschaft herstellen...

06.15  Befehlsausgabe, Truppführer studieren das Kartenmaterials

06.30 mussten die Trupps durch ein von Patrouillen gesichertes Gebiet zum nächsten Zwischenziel sickern.

Hierbei sollte möglichst unbemerkt von feindl. Posten das Ziel erreicht werden.

07.00 –08.00 trafen die Trupps am Ziel ( Handgranatenzielwurf ) ein.

 Es mussten 2 unterschiedlich weit entfernte Pappkameraden möglichst genau getroffen werden.

Im Anschluß konnte in einer ehem. Shilka Stellung untergezogen und gefrühstückt werden.

Gegen 09.00 wurde ein Großteil der Veranstalter zur Vorbereitung und Besetzung der nächsten Station in Marsch gesetzt.

09.30 erhielten die Trupps den nächsten Befehl ... Spähtrupp ... Aufklären eines möglichen Versorgungspunktes des Feindes. Rückmeldung der Aufklärungsergebnisse im HQ.

Im Anschluss wurden die Trupps zusammengefasst und mussten das gemeinsame Vorgehen gegen den am Waldrand untergezogenen fdl. Verpflegungstroß planen und durchführen.

Inzwischen kam unser Alterspräsident Kam. Meiler mit dem Mittagessen das uns vom Restaurant Vogtlandgarten zubereitet wurde ... deftiges Kesselgulasch ...

Die zugeführte Warmverpflegung wurde auf dem LKW verstaut und kurz darauf zeigte sich, daß ein Handstreich mit Deckungsgruppe und Sturmgruppe gut durchdacht und ausgeführt wurde.

Außerdem stellen wir fest, daß so eine Ausbildung durchaus auch ohne Softairwaffen durchführbar ist, wenn es in der Hauptsache auf  Planung, Erkundung und Annäherung bis zum zeitlich koordinierten Sturm auf das Objekt ankommt.

Das Essen hatte man sich jedenfalls verdient!

13.30 ...Kochgeschirr verpacken und fertig machen zum Rückmarsch Richtung Wasserturm Neundorf.

Unterwegs traf die Gruppe auf die Station Minen und versteckte Ladungen.

Hier wurde mit einfachsten Mitteln die Vorgehensweise beispielsweise von Rebellen dargestellt. So z.B. wie man mit etwas Draht und ein paar Handgranaten o.ä. (hierbei wurden natürlich Dekogranaten oder Alarmgeräte verwendet) bei einer patrouillierenden Truppe so viel wie möglich Schaden anrichten kann.

Schon ein verletzter Soldat bindet ja bei der Bergung und Versorgung 2 oder drei Kameraden und bei mehreren Verletzen ist eine Gruppe meist schon kampfunfähig.

Erst nach langem Suchen wurden die offen verlegten Drähte über dem Waldboden erkannt! Den Soldaten wurde hier verinnerlicht, dass der Gegner nicht immer mit fairen Mitteln kämpft und man stets aufmerksam seinen Kampfauftrag verfolgen muss.

Weiter ging es in Schützenreihe zum unterhalb des Wasserturmes gelegenen See der mit Schlauchbooten zu überwinden war.

Mit den Schlauchbooten hieß es dann den Berg zum Wasserturm zu erklimmen wo die Station „Selbst- und Kameradenhilfe“ schon wartete. 2 verwundete Kameraden mussten versorgt bzw. verbunden werden.

Das Ziel ward erreicht ...15.50

 

Nach einer kurzen Pause begann man mit dem Lageraufbau und entzündetet das Lagerfeuer mit dem vom Dachdeckermeister Sven Walther zur Verfügung gestellten Feuerholz.

Im Anschluss ließ man sich gemütlich am Lagerfeuer nieder nahm noch eine Schüssel vom Kesselgulasch zu sich und wertete die Übungen aus.

Von den Scouts wurden die Laufzettel eingesammelt und die vergebenen Punkte zusammen gezählt denn es sollte ja auch noch ein Siegertrupp gekrönt werden.

Der krönende Abschluss der Veranstaltung war dann noch das nächtliche Abseilen vom difus beleuchteten Wasserturm

Vielen Dank nochmal unseren Helfern und Unterstützern.

dem Kam. Frühauf

Freizeitanlage Bezelberg / Neustadt für den Ural

dem Restaurant Vogtlandgarten Plauen

für das deftige Kesselgulasch

 der Gemeindeverwaltung Neundorf für die Parkmöglichkeiten am Wasserturm

 dem Staatsbetrieb Sachsenforst

 dem Eigentümern des Feldlagergeländes am Wasserturm

  dem Eigentümer des Waldes für die Erlaubnis der Nutzung für die Ausbildung

und dem Dachdeckermeister Sven Walther für das Feuerholz

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