Unternehmen Heinrichs Schild 08

28.03. - 30.03. 2008

Achtung! Fertig machen zum Absitzen!

Absitzen in 3 “ 2 “ 1 ......

Die Hecktüren unseres Transportmittels entriegelten und wir “flogen  unserer Ausrüstung hinterher in die dunkle Nacht “ irgendwo zwischen Leubnitz, Mehltheuer und Rodau.

So erging es auch den anderen Teilnehmern unserer diesjährigen Frühjahrsübung, die in Teams zu je 2 Mann, ohne Kenntnis des Standortes, gegen 21.00 Uhr irgendwo in den vogtländischen Wäldern abgesetzt wurden.

Die Ausgangslage stellte dar, dass eig. Teile zerschlagen wurden und nur noch einzelne Soldaten versprengt in der Gegend unterwegs sind und Kontakt suchen.

 

Ausgestattet mit der persönlichen Ausrüstung und mit Gepäck aber ohne Verpflegung galt es zunächst die Koordinaten des eigenen Standortes zu bestimmen. Anschließend nach Bezugspunktverfahren das erste Zwischenziel auf der Karte finden, MKZ ermitteln und in die Richtung, die der Kompass anzeigte in die Dunkelheit abrücken.

 

Nach 1 bis 2km Marsch trafen nach und nach alle Teams am ZZ ein und nahmen miteinander Kontakt auf. Der Dienstgradhöchste übernahm das Kommando, teilte Trupps ein und gab weitere Befehle.

1. Auftrag: Beschädigtes gepanzertes GefechtsFzg der eig. Truppen nähe Rößnitz finden und zur Verstärkung der eigenen Teile nutzen.

     

Durch starke Frequentierung von Feinddarstellern (auf- und abgesessen) in dem Gebiet, erschwerte sich die Annäherung an das Ziel beträchtlich. Im Zielgebiet wurde mit Nachtsichtgeräten Aufklärung betrieben und erkannt, dass das gepanzerte Fzg. bereits von den Rebellen gesichert wurde. Durch geschicktes takt. Vorgehen konnte die Sicherung gegen 24.00 Uhr überrascht werden und das gepanzerte Fahrzeug ohne Verluste genommen werden. Kartenmaterial und wichtige Ausrüstungsgegenstände wurden sichergestellt.

2. Auftrag: Gefechtsstand der Rebellen finden, und nehmen. Wenn möglich Gefangennahme von fdl. Teilen. Sicherstellung von Verpflegung und wichtigem Gerät. 

Durch das gefundene Kartenmaterial am Pz, fiel es uns leicht den Standort des GefStd zu ermitteln. Nachdem alles verpackt wurde, machten wir uns auf den etwa 2km langen Weg durch die Nacht. In einiger Entfernung zum Ziel richteten wir ein Versteck ein. Ein Teil ruhte für zwei Std., andere mussten Spähtrupp laufen. Dabei wurde ein fdl. Fzg. mit einer “Sprengladung” präpariert. Nach abgeschlossener Erkundung begann um 0500 die Annäherung. Eingeteilt in Deckungsgruppe und Sturmgruppe bezogen alle die erkundeten Positionen. 0600 Angriffsbeginn. Da Teile der Deckungsgruppe kurz vor Antreten der Sturmgruppe aufgeklärt wurden musste schnell gehandelt werden. Nach kurzen Kraftanstrengungen konnte der Auftrag trotz Ausfall des GrpFhr und zwei Soldaten erfüllt werden. In Nähe des GefStd. konnte auch Verpflegung für die Grp. sichergestellt werden.

3. Auftrag: Funkstation der Rebellen finden und Meldung an die übergeordnete Führung absetzen. Danach Funkstation zerstören.

Zurück ins Versteck. Nach einer Nacht ohne Schlaf und Essen, war der Waldboden für uns wie ein Federbett und die Rationen wie ein 3* Menü. Aber an Schlaf war nicht zu denken! Nach 2h Ruhe entschied der GrpFhr das Versteck zu verlegen, da es in Straßennähe ungünstig lag, um tagsüber sicher unterzuziehen. Der erst Spähtrp. hat ein zweckmäßiges Versteck erkundet. Nach der Verlegung um 1km in ostwärtige Richtung erneut Ruhen, Erkundung und ALPO im Wechsel. 1200 Auswertung Erkundungsergebnisse. Danach Annäherung “ Angriff.

Die stark gesicherte Funkstation konnte nicht genommen werden, da der Feind, der mittlerweile mit neuen Kräften aufgefrischt wurde, stark überlegen war.

 

Ausweichen! Durchschlagen zu vermeintlich sicheren Koordinaten. 3km Gewaltmarsch nach Karte. Nach 1 Stunde Ankunft im Zielgebiet. Ergebnis nach einer kurzen Erkundung “ Gebiet nicht sicher! Die angeforderten Transporter holten uns raus.

 

  • Kurz: 24 Stunden fordernder Orientierungsmarsch mit anstrengenden Gefechtsdiensteinlagen und ohne Schlaf. Eine sehr gut vorbereitete Ausbildung, die ein zünftiger Kameradschaftsabend abrundete.